Hamburg, Merz 20, 2025. Nur noch einmal brutzeln bis Frühlingsanfang. Doch Deutschland weilt im Schmerz. Und in aller Munde das Sonderbare: Riesenhafte, schöngefärbte Schuldenberge. Durch hübsch gestylte Volksvertreter-Zwerge. Bei maximaler Vertrauens-Degeneración und böser Polit-Irritación. Als Ur-Ur-Enkel von Goethe, Schiller, Kant, Cervantes scheint es doch immer wieder ein Lichtblick, wenn wenigstens im eigenen Viertel noch das Gute regiert. Und echte Profis Qualität liefern: Sportsfreund Robert zum Beispiel! Boxer, original Bayer und Winterhuder Nachbar. Als Metzger meines Vertrauens beliefert Robert nicht nur Top-Adressen der Hamburger Gastronomie mit vorzüglicher Premium-Leckereien. Sondern natürlich auch meine feine Cocina.

Robert’s Rinder-Filets sind einfach die besten. Wobei mir allein der Pfad zum Abendmahl ein Wegweiser zum Küchenglück ist. Dafür schneide ich das Filet nicht in Scheiben. Sondern soweit es geht, in würfelförmige Stücke, die so lang, wie breit und hoch sind. Nachdem die guten, jeweils circa 300 Gramm-Stücke raumtemperiert und trockengetupft sind, kommen die Kollegen Gusseisenpfanne und Erdnussöl zum Einsatz. Beide sind extrem hitzebewährt.

 

Bei maximaler Temperatur brate ich die Filetwürfel von allen sechs Seiten kurz für je circa 30 Sekunden in minimalem Erdnussöl an. Idealerweise wende ich die Würfel so wenig wie möglich. Das hat den Vorteil, dass die äußeren Seiten so kross wie möglich werden. Und das Innere der Steaks im Kern zart-rosa bleibt. Nach circa drei sehr, sehr heißen Minuten in der Pfanne platziere ich das Fleisch auf eine nicht benutzte, kühle Platte.

 

Dort lass‘ ich die Steaks fünf bis zehn Minuten in der warmen Gusseisenpfanne nachgaren. Ganz nach Gusso genusso, sozusagen. Und persönlicher Experiencia. So lange bis der erfahrene Küchenmeister den Eindruck hat, passt! Ein professioneller Druck mit der Gabel von außen auf das Fleisch signalisiert den geschulten Meister-Sensoren, wann das Werk vollbracht ist.

 

Parallel dazu haben sich im Ofen bereits die Patatas bravas nach circa 20 Minuten bei 220 Grad heiß gebrutzelt. Die Kenia-Böhnchen in gesalzenem, kochendem Wasser sind nach circa zehn Minuten gar. Ja. Und jetzt heißt es servieren. Natürlich auf vorgewärmten Tellern. On top mit einem gepfefferten Kräuterbutter-Krönchen. Servietten nicht vergessen.

 

Als Wein-Empfehlung hat sich der La Croisade Cabernet-Syrah Reserve bewährt. Ein vollmundiger Geselle, der sich dezent im Hintergrund hält – und bei dem es sich gut schmausen und zu den unterschiedlichsten Themen noch besser parlieren lässt.

Schließlich weiß ich als Kommunikations-Experte, dass frische Kreationen samt emotionaler Stories spannender sind als Trocken-Konserven verstaubter Agentur-Schubladen. Rückblickend auf die jeweils zig Millionen Werbeetats der letzten Bundestagswahl ist es mir immer noch ein Rätsel, warum gerade die Grünen so hölzern und bemüht ernsthaft daherkamen. An anmaßender Unleidenschaftlichkeit war das wirklich nicht mehr zu toppen. Vermutlich haben die zuständigen Grünen-Werbe-Delegierten einfach nichts Anständiges zu essen bekommen. Von sinnlich körperlicher Zuneigung ganz zu schweigen. Vertraut mir, Jungs und Mädels, Zärtlichkeit ist ganz, ganz wichtig!!! – egal ob in der Küche, dem Bundestag, Büro oder anderswo.

 

Fleischeslust weckt Hunger aufs Leben, fördert Freude am Tun, regt Sinn-Fragen an, animiert zu Besonderem, beflügelt einschneidende Erlebnisse.

Toll! Solange man es sich noch leisten kann – und unsere jetzt ganz überraschend als Präsidentin der UN-Generalversammlung durchgereichte Noch-Außenministerin keine globale Tofu-Zwangsernährung verordnet und den Quark als „Path of freedom and bacon of hope“ deklariert, schließe ich mit einem fröhlichen „Bon Profit!“ Was auf katalan so viel heißt wie:

„Bleibt’s gesund und lasst‘s euch schmecken!“

Weitere Fragen zur politischen, lukullischen, kreativen Zukunft Deutschlands können gern in unten stehender Kommentarliste angeregt und geklärt werden.

 

Sam Lazay

 

lebalcony – coole Typen und Stories aus Winterhude bis darüber hinaus