Stuttgart. Esslingen. V. l. n. r.: Freiherr von Hochgewächs, Miss Chardonnay. Sam el Brut.

Im Auftrag des guten Geschmacks führt uns unsere Mission weit über Elbe, Alster, Hamburg hinaus an die malerischen Ufer des Neckars. Im Speziellen dort wo am 1. Juli 1826 Georg Christian von Kessler zur Gründung von Deutschlands erster Sektkellerei den Startschuss gab. Davon aufgeschreckt sind bestimmt ein paar grazile Schwäne von den Neckarauen in den kristallklaren Esslinger Himmel aufgestiegen – und haben sich oben, über den Wolken küssend, unten am Treiben der prickelnden Kessler-Trauben erfreut.

Ja, zur sinnesfreudigen Erkundung historischer Genusskultur ist uns kein Weg zu weit. Zu zweit erkunden wir nur ein paar Kilometer südlich von Stuttgart die Esslinger Altstadt. Soweit das Auge reicht, verzaubern pittoreske Fachwerk-Architektur, Türme, Burgen, Brücken. Besonders die Innere Brücke hat es uns angetan. Mit ursprünglich elf Bögen über zwei Neckar-Kanäle errichtet, ist jene Steinbrücke damit die historisch zweitälteste in ganz Deutschland. Ganz besonders charakteristisch präsentieren sich auf der Brücke drei barocke Häuschen aus dem 18. Jahrhundert. Wie gemalt, fast surrealistisch thronen sie auf der Brücke. In makellosem Zustand. Noch immer werden die Häuschen als herausragender Gewerbe- und Wohnraum genutzt.
Wir sind beeindruckt. Für jedes Häuschen gibt’s einen Kuss – bei soviel Schönheit ein Muss. Weiter lustwandeln wir entlang der ältesten bekannten Fachwerkhäuserzeile Deutschlands. Erbaut von 1328 bis 1331. Alles noch ohne KI, Sondervermögen und Highend-Bürokratie. Dafür damals schon mit klarem Blick in die Zukunft. Zustand und Ambiente jener Fachwerkhäuserzeile dürften nach fast 700 scheckheftgepflegten Jahren den jahrzehntelang kultivierten Sittenverfall und alle Graffiti-Rührseligkeit unserer Metropolen-Stadtbilder vor Sehnsucht erblassen lassen. Wer bei diesen prächtigen, historischen Anblicken nicht verzaubert ist, grübelt möglicherweise auch darüber nach, warum es heute kaum noch, bzw. keine exakt berechnete, nachhaltig funktionierende, wertsteigernde Jahrtausend-Architektur mehr gibt.
Denkt man da an Stuttgart 21, Hamburg Elb-Tower, Hamburg Kuhnsweg-Bunker, fragt man sich zu Recht, wo sind in unserem Land nur all die genialen Macher, Ingenieure, Kreativen hin? – Kapazitäten, die mit Leidenschaft, Herz und Verstand ihre Berufung erfüllen. Wenn auf der Berufs-Wunsch-Liste der Generation Z nur noch Influencer, Broker, Döner-Bro oder höherer Verwaltungs-Beamter steht, könnte die wirtschaftliche Infrastruktur unseres Landes durchaus auf immer wackeligeren Beinchen wanken. Könnte…

Ein Glück, dass es in Esslingen noch solide Kellermeister von höchsten Gnaden gibt. Daher, ein Hoch auf die Charaktere, die unsere Welt mit wahren Premium-Produkten sichern! Von soviel Anspruch und Qualität geprägt, muss ich gleich wieder meine Liebste auf ihre süßen Lippen küssen. Bis uns unsere Mission zur Erkundung besonderer Genussmomente endlich zum Georg Christian von Kessler-Platz 12-16 führt – dem Esslinger Epizentrum spritziger Perl-Kultur.

Dort lernen wir ihn kennen und lieben: den wunderbar perlenden Kessler Sekt. Samt Adelsprädikat: Hochgewächs Chardonnay Brut. So elegant wie charmant. Sozusagen die Sonderklasse der Sektkellerei Kessler. Gereift aus herrlich weißem Hochgewächs. Munter, klar im Glas. Fruchtig, nussig vom debütierenden Duft bis zum anschließenden Zungenkontakt. Dann – bei der eigentlichen Gaumenfreude soll es passieren: da entfaltet der Kessler-Edel-Tropfen sein ganzes Potential. Wahre Genussverwöhnte hören einen Hauch von: „ Mein Name ist Kess, Kessler – lerchenhaft im Klang. Im Finale prickelnd, lang.“ Wahrlich meisterlich.

Ein von der Muse geküsster Tropfen, mit denen das Land der Dichter und Denker geschmeidig zu punkten weiß. Um wieder motiviert an edlen Tugenden und erfolgsgekrönten Intuitionen anzuschließen, spräche auch nichts dagegen, wenn Deutschland neben Bangaranga auch musikalisch wieder besondere Akzente zu setzen wüsste. Deutsche Eurovisions-Sangeskünstler sollten sich daher ebenfalls einfach mal einen guten Kessler als Inspirationsquelle gönnen. Ob als kommunikativer Aperitif, als eleganter Menübegleiter oder als Grundlage geselligen Zusammenseins. Nicht umsonst schreibt Kessler Geschichte. Und Geschichten… Als erste Sektkellerei Deutschlands. Seit der Gründung am 1. Juli 1826. Edel und Adel verpflichten eben. Und das selbst nach jetzt zweihundert Jahren.

Verliebt, wie wir sind, küssen wir uns. Und weil wir‘s ja so viel vom Küssen hatten, hier unser ultimativ prickelndes Kessler Statement:
Kessler küsst besser!
Sam Lazay
lebalcony – coole Typen und Stories aus Winterhude bis über Württemberg hinaus
Mehr Genüsse samt noch mehr Küsse:
Cantina Nicola – über die Kunst des extra erlesenen Schlemmens
Hamburg. Krameramtsstuben. Amtlich gutes Karma. Samt feiner Perspektiven. Im Schein von Michels Aura
Spargel, Spargel in der Hand. Wo wächst der Beste in unsrem Land?
Porsche. Großer Handwerker-Test: Elektriker vs. Schornsteinfeger

Kessler Hochgewächs Chardonnay Brut! This. And. Nothing. Else.
Und ich kannte bis dato nur die die Kessler-Zwillinge – nicht das prickelnde Hochgewächs. Bringst mich gerade voll in Sektlaune. Und der muss ja richtig gut sein.
Schade, daß es keine Bilder der beschwärmten Brücke und Altstadt gibt, oder sind die Bilder nach all den Stößchen verwackelt? : – )))) Hätte ich ja gerne gesehen, klang ein bisschen wie die Brücken in Florenz oder Venedig. Wo krieg ich jetzt en Sekt her…..