Bella Italia. Genuss-Region Piemont. G-Spot Cocconato. Es bereitet immer wieder Wohlbehagen zu besonderen Kommunikations-, Beziehungsfragen seinen Anteil beizutragen. Als internationaler Kreativ-Experte blicke ich da gern auf langjährige, um so mannigfaltigere Praxis zurück.

Ja, Freunde, Kunden und Kollegen – mit neuen Inspirationen zu erquicken und an bewährten Bauchgefühlen zu partizipieren, macht einfach Spaß. Eine Berufung, die höchst-effizient und äußerst symbiotischen Vorteils ist. Wenn man es kann. Und idealerweise die perfekten Partner dazu hat.

 

Nach einem kurzen Ausritt mit meiner Liebsten durch die piemontöser Hügellandschaften sollte es zum wiederholten Mahl geschehen:

 

dass ich in einer der wohl exquisitesten Kochtempel Italiens einkehren darf. 

 

Der Empfang ist so herzlich wie überschwänglich. Leonardo da Vinci würde sagen: „Amoroso totale!“ Ja, manches können die Italiener einfach besser als wir Teutonen. Auch wenn ich selber leidenschaftlich gerne koche – und um kein lukullisches Experiment verlegen bin. Aber was Alessia (links) und Erika (rechts) an Aromen zaubern, ist einfach sensationell.

Riccardo, der über alles erhabene Maître kredenzt mit geradezu poetischer Präsenz. Diesmal geniessen die Aromen des Waldes einen besonderen Stellenwert in der Küche der Cantina Nicola.

 

Nach einem formidablen Gruß aus der Küche werden wir von einem Gemüsesalat aus gegrillten Kräutern des Piemonts beglückt.

 

Junges Gemüse samt Erbsen und pikanter Gürkchen mit wunderbaren Allerlei. Raffiniert garniert mit einem Hauch krosser, selbstgebackener Teig-Kreation.

 

Als kleine Stimulanz zwischendurch reicht uns Riccardo ein herrlich fluffiges Brioche samt unschuldig zartem Butter-Cremchen.

Hach, was kann das Leben schön sein…

 

Alsbald die Ravioli-Violinen klingen. Nach Art des Hauses werden wir von der Muse und einer gar köstlichen Pasta geküsst. Ein Schmaus, bei dem der Weltfrieden gelingen und die gesamte Menschheit freudig singen würde.

 

Besonders angetan sind wir dann vom eigentlichen Hauptgang: Filetto di Vitello. Che bello, das zart dahinschmelzende Filet eines glücklichen Kalbs der hiesigen Region lässt keinen Zweifel, dass die Gräser und Weiden des Piemonts von ganz herausragendem Geschmack sein müssen.

Ummantelt von einem wunderbaren Fluidum aus üppig Tann samt nussig frischem Wurzelstrang. Ein Genussmoment, der feine Zungen schnalzen und Begierden balzen lässt. Als hörten wir im Forst die Bäche plätschern samt lieblich Turteltäubchen zwitschern.

 

Gut kochen, noch besser servieren und kommunizieren liegen dicht beieinander. Wieder einmal erfahren wir, wie wichtig es ist, über den Tellerrand hinauszudenken und seinen Gästen immer wieder besondere Ausblicke und Aufmerksamkeit zu schenken.

 

Daher verzückt uns das erste Dessert schoko-kalligraphisch um so mehr: Ein mehr als zielgruppenadäquates Zitronen-Likör-Sorbet. Marketing-Profis sprechen hier von Customers Attention, die keine Wünsche mehr offen lässt.

Biss auf die Tatsache, dass es letztendlich immer noch den finalen Biss – bzw. erweiterte Schlusspunkte gibt, die den Abend mit einem um so fröhlicherem Lächeln abrunden:

 

Ein kleiner, großartiger Erdbeer-Haselnuss-Kuss aus der Genuss-Cultura Panna Cotta.

 

Am Ende schau‘ ich gern nochmal in die Speisekarte – und freu‘ mich schon aufs nächste Mahl. In der Cantina Nicola.

 

Sam Lazay

 

lebalcony – coole Typen und Stories aus Winterhude bis über Cocconato hinaus

 

Cantina Nicola ist einfach mehr:

 

Cantina Nicola – über die Kunst des extra erlesenen Schlemmens

Cantina Nicola – Mission Maximale Sinnesfreuden

Cantina Nicola. Im Sternenhimmel der köstlichen Künste

Einer muss es ja ausbaden

Qualcuno deve pur sopportarne le conseguenze