Inspiriert durch großartige, zu neuem Leben erblühte technische Gerätschaften auf den Chausseen kurz vorm wunderbaren Gotthardpass, winkt mir in Gedanken mein letztes Bild vom Abschiedsabend in Bella Italia.

Mental freu‘ ich mich schon aufs nächste mal – im Caffè Roma, meinem Lieblingslokal – in Cocconato, Provincia di Asti. Nach sonnigen, von der Muse geküssten 650 Kilometern zurück in Germania mach ich erstmal einen entspannten Zwischenstop. An der Mercedes-Box – bevor es wieder, wie schon so oft zuvor, weiter nach Hamburg geht.
Dat steiht! Bin am 12.02.2024 wieder in Hamburg – wenn ich gut durchkomm‘…
Im schönen Sindelfingen, meiner Geburtsstadt – und Standort des ersten und größten Daimler-Benz-Werks der Welt, bin ich wieder zurück in der Realität. Jenem Umstand, der einem zeigt, dass das Leben nicht immer nur ein Picknick ist. Auch wenn es am 14-ten diesen Monats den 111-sten Geburtstag des Mercedes-Werks zu feiern gab. Beim einst strahlenden Stern unter Deutschlands Autobauern läuft’s leider nur wenig rund. Man könnte auch sagen der Motor stotttert gewaltttig.
Umsätze: im Rückwärtsgang.
Markenidentifikation: auf Schlingerkurs gen Hindukusch.

Reputationsabbau: mit Vollgas zum finalen Qualitätsverlust. So dramatisch wie traurig. Besonders für alle, die sich mit dem Slogan „Das Beste oder nichts“ identifizieren. Erst neulich erzählte mir ein Noch-Mercedes-Taxifahrer, dass er wegen der immer klapprigeren Verarbeitung auf die solide japanische Konkurrenz umsteigen wird.
Marketing und Kommunikation aus dem Hause Daimler-Benz: ggf. von zulässiger Promillegrenze gebremst.
Die Suche nach dem Mercedes-Markenkern: wie eine Irrfahrt im Nebel von Kärnten.
In Kombi mit allen Konsequenzen für den Standort Sindelfingen: Wirtschaftsmediziner wissen: wenn Papa Daimler hüstelt, dann röchelt ganz Sindelfingen unter brachialem Asthma.

Inklusive aller infektiösen Begleit-Symptome… Geschichtsträchtige Stätten der Einkaufsfreuden: dicht. Eisdiele Venedig: weg vom Fenster. Gute Gasthäuser, Restaurants, Cafes: platt. Dafür Döner/Burger- Junkfood: satt. Opulenter Stoff zur zeitgemäßen Stadtbild-Diskussion: überproportional. Infrastruktur: dysfunktional. Coolness-Faktor: suboptimal. Sport- und Freizeit-Anlagen: flöten oder epochal untergegangen. Zum Beispiel: das einst schönste und größte Hallenbad Deutschlands samt längstem freitragendem Holzdach Europas. 1976 unter größter Begeisterung eingeweiht.
Heute, in Zeiten von „Nachhaltigkeit“ und „Ressourcenschutz“ soll das Bad – als eines der Wahrzeichen der Stadt – abgerissen und gegebenenfalls durch Rigips-Kartonbau made in China ersetzt werden. Weil die Sanierung zu teuer wäre. Au Backe! Diese Ex-und-Hopp-Mentalität im Deckmantel vorgetäuschter Zukunftsorientierung lässt einen wahrlich gruseln. Schöne, außergewöhnliche Objekte, die eine Geschichte zu erzählen haben, faszinieren doch jeden. Sie fungieren als Vorbild, motivieren zu kreativem Eigen-Engagement.

Seit Menschengedenken zieht uns das Besondere und das Antike in den Bann. Mannomann… Also ist es mal wieder an mir. Zu zeigen, was es heißt, mit ehrlicher Tatenfreude, praktiziertem Umweltschutz und angewandtem Recycling-Aktivismus zu überzeugen. Und seiner, seinen, unseren Liebsten damit ein glückliches Lächeln samt Stimulation zum Selber-Tun ins Gesicht zu zaubern.

So heißt die neue, große Herausforderung: aus einem Haufen rottem Holzgerümpel ein wieder nutzbares, sexy Möbel zu machen. So, dass es seiner ursprünglichen, attraktiven Bestimmung gerecht wird.

Ganz ehrlich, ich musste mit der Frage ringen: soll ich’s zur Deponie bringen – oder mich dem Werterhalt verdingen? Ich entschied mich für letzteres. Denn schon Odin und Vidar, die nordischen Gottheiten des Holzes wussten, dass Holz durch eine unvergängliche Seele und einen wackeren Geist besticht, der selbst nach materieller Verrottung nicht erlischt, sondern mit neuem irdischem Leben zu glänzen weiß.

Nach erster, rabiater Entfernung allen unnötigen Ballastes, wie Nägel, Schrauben, Unbekannten Form-Objekten rund um die hölzernen Teile folgen acht meditative Stunden des Schleifens. Wobei die Gedanken schweifen und zu neuen Inspirationen reifen. Von grober 40-er Körnung bis letztendlich feinem 100-er Papier. Herrlich, so wunderbar dabei abzuschalten und zu wissen, dass das Schleifen ein formidables Unterarm-Muskel-Training ist.

Und alles im Geist des synergetischen Zusatzeffekts, um am Ende das Ziel vorbildlichen Recyclings zu erreichen. Nach dem letzten Entstauben aller Schleif-Partikel der einzelnen Leisten darf sich das Holz über einen fröhlichen Liter Leinöl freuen. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, jede einzelne Leiste erleichtert atmen und lustvoll jauchzen zu hören.

Darauf erstmal ein herrliches Weißbier als Belohnung fürs vorerst vollbrachte Werk. Schön, jetzt alles stehen und liegen zu lassen. Sowie das Holz durch und durch trocknen zu lassen. Ist das geschehen, poliere ich alle Einzelteile mit alten T-Shirts, die ich nicht mehr trage. Freunde gesunder Nutzen-Effizienz erkennen: auch ausgemusterte Hemden haben das Potential nochmal letzte, besondere Akzente im Sinne des Wiederverwertungskreislaufs zu setzen.

Nach einem letzten Kontroll-Check baue ich wieder alles zusammen.

Und alle sind glücklich. Über stabilen Halt, die Sicherheit auch in den kommenden 100 Jahren auf entspanntes Garten-Banking setzen zu können. So haben Eltern, Kinder, und Enkel das wunderbare Gefühl, etwas wirklich ganz, ganz besonderes, individuelles und zukunftsweisendes zu besitzen. Als Werber und Kommunikations-Designer aus Leidenschaft, darf ich natürlich das glänzende Markenlabel meines Auftraggebers nicht vergessen.

Progressive Bank-Branding, wie es unter Marketing-Profis heißt.
Sam Lazay
lebalcony – coole Typen, und Papas aus Winterhude bis weit darüber hinaus
Weiteres zu den schönen Künsten der synergetischen Energien:

Sehr fein. Sauber gemacht. Und noch geschliffener geschrieben!
Monica, danke. Was beweist, ein solider Hochschulabschluss, ausgezeichnete Praxis-Erfahrungen und ein Hang zu neuen Herausforderungen können im Leben durchaus sehr hilfreich sein.
Geht Leinöl auch beim Sonnenbaden?
Hanna, grundsätzlich geht alles! Als Sonnenöl würde ich allerdings Lancaster Sun Beauty Satin Dry Oil LSF 50 empfehlen. Das verbindet einen knackige Bräunungseffekt plus einem vorteilhaften Lichtschutzfaktor von 50. Und auch der Duft ist irgendwie lässiger.
Du bist einfach eine sichere Bank.
Timo, ich helf‘ eben grundsätzlich gern. Da halt‘ ich’s ganz mit Schulfreund Johann-Wolfgang: edel sei der Mensch, erbaulich und gut.
Glück gehabt, mein Lieber. Denn: hat ein Abfallgegenstand das Ende der Abfallhierarchie erreicht und soll beseitigt werden, ist dies gemäß § 28 KrWG nur in den dafür zugelassenen Anlagen (zum Beispiel Deponien) zulässig. Die Nichteinhaltung kann ein Bußgeld nach § 69 Abs. 1 Nr. 2 KrWG, in schweren Fällen auch ein Strafverfahren nach § 326ff. Strafgesetzbuch nach sich ziehen. Doch: für die hier dokumentierten, besonderen Verdienste in der Recycling-Technologie ist es mir daher eine Ehre, Sie hiermit für das goldene Bundes-Verdienstkreuz samt einer steuerbefreiten Sonder-Prämie in Höhe des Jahresgehaltes unseres Umweltministers vorzuschlagen.
Judge, das Verdienstkreuz ist eine sehr gute Anregung. Inkl. der Prämie… Gleichfalls stehe ich Herrn Carsten Schneider als Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit jederzeit zur Verfügung. Die Umsetzung richtungsweisender Recycling-Projekte verlangt schließlich professionelle Erfahrung und thematisches Fach-Wissen bei souveränem Praxis-Know-how.
Yeah, you’re too sexy for your shirt. Too sexy for your shirt. So sexy it hurts. No way, you’re doing proper banking.
Esther, yeah! – das wieder neu auferstandene Teil macht schon den Weg zur Gartenbank zum echten Catwalk. Recycling sei Dank.
Leider zu gut. Am Ende wollen deine Gäste gar nicht mehr aufstehen und dann hast du den Salat…
Nina, ein gewisses Restrisiko wohnt allem Schönen inne. Was im Zweifelsfall neue kreative Umsetzungen erfordert. Dabei konzeptionell zu überzeugen und die Settings individuell zu optimieren. Aber auch das ist Teil meiner kommunikativen Angebots-Palette.
Machst du auch online banking?
Chantal, das kommt drauf an, in welchem Kontext die Bank steht. Grundsätzlich entwickle ich Lösungen für Kommunikations-Projekte (Werbung, PR, Storytelling…) Vom Briefing bis zur Endabnahme. Und allem, was dazwischen anfällt. Ja, das mache ich in den meisten Fällen online.
Da hab ich ja Vidar einiges gelernt:
– Odin und Vidar, die nordischen Gottheiten des Holzes.
– mit 40 starten und runter auf 100er Körnung.
– wie lange zur Hölle hast du geschmirgelt? 6 Stunden? Dein Ernst, Du Tier? Puuuh, das ist der Punkt, da schluder ich dann ….
– und springe schnell zu Punkt Wießbier…. geil gerade fällt das Gegentor gegen Paraguay…
Noch ein abschließendes: Hammer Einsatz und ein wunderschönes Ergebnis. Gruß an die definierten Unterame Bin schwer beeindruckt
Die einen werden Iron-Man , Du bist Schmirgel-Man!
Und jetzt wieder Fussball!!!!
Bea, grazie mille dir für deine leidenschaftliche Laudatio zu meinem Tun.
Inklusive der wunderbaren Steilvorlage von Papa‘s Gartenbänkle zur aktuellen und freien deutschen Trainerbank.
Politisch, wirtschaftlich. Und jetzt auch fußballerisch: Einstige internationale Weltklasse degeneriert auf provinzielles Hinterhof-Niveau.
Im Sinne von Thor, dem nordischen Gott des Donnerhalls, stünd‘ ich als wiederbelebender Trainer bereit. Wie schon bei meinem letzten Recycling-Projekt: vom groben Grundschliff bis zu taktischen Feinheiten. Thor weiß: donnern muss’s! Dann klappt’s auch wieder mit den Toren.
Absolutely, Sam for Coach! Anlässlich des 100-sten Jubiläums der Fußball-WM 2030 wärst du die Ideal-Besetzung. Ich ruf‘ gleich morgen Bernie an.
Ben, grazie mille, für deinen Zuspruch und dein persönliches Engagement zur telefonischen Einflussnahme. Obwohl der DFB erst gestern, 06.07.2026 bei der Stellungnahme des Deutschen Fussball-Bundes zur telefonischen WM-Intervention von Donald Trump bei Buddy Giovanni Infantino wegen nachträglicher – und durch Einknicken der Fifa auch erfolgten – Aufhebung der roten Karte gegen die USA verlauten ließ:
„Der Eindruck, dass es hier eine aktive Einflussnahme der Politik auf den Sport gegeben hat, muss zügig und schlüssig ausgeräumt werden. Es geht um die Integrität des Wettbewerbs und die Glaubwürdigkeit der Fifa.“
Die Situation scheint daher etwas sensibilisiert. Wenn du also anrufst – und das mit dem neuen Bundestrainer-Posten klappt, sollten wir den Ball flach halten und das aus taktischen Gründen nicht weiter öffentlich machen.
Da haste ja geschliffen den Übergang zur Trainerbank geschafft. Ja, als ich das schrieb waren wir ja noch im Spiel… Pustekuchen Paraguay , Bye Bye germany. ….
Den Thor hätten wir ohne h auf dem Platz gebraucht. Inzwischen seh ich Norwegen und Frankreich im Finale.
Und Kloppi auf der deutschen Trainerbank.
Nach dem blamablen Aus bei der Fußball-WM konnte ja – unserem obersten Volksvertreter sei Dank – zumindest rhetorisch nochmal das Ruder rumgerissen werden:
„Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel. Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“
Ein solch schmerzliches Statement ließe sich laut Focus online auch problemlos zu anderem deutschen Elend kommunikativ recyclen. Z. B. zur deutschen Bundesbahn:
„Immer mehr Züge kommen zu spät. Das schmerzt. Doch sie haben sich unermüdlich auf den Weg gemacht. Deutschland ist stolz auf euch. Pünktlichkeit ist nicht alles.“
Oder zum deutschen Bildungs-Niveau: „Immer mehr Schüler verlassen die Schule ohne Abschluss. Das schmerzt. Doch sie haben uns mit ihrem Einsatz begeistert. Deutschland ist stolz auf sie. Bildung ist nicht alles.“
Oder zu Wirtschaftsabbau und Deindustrialisierung: „Immer mehr deutsche Arbeitsplätze werden ins Ausland verlagert. Das ist bitter. Doch die Beschäftigten haben bis zu Letzt alles gegeben. Deutschland ist stolz auf sie. Wettbewerbsfähigkeit ist nicht alles.“
Auch Steuerpolitik und Sozialwesen könnten so rhetorik-theoretisch gerettet werden: „Immer mehr deutsche Firmen und Leistungsträger zahlen ihre Steuern jetzt im Ausland. Das schwächt unser Sozialsystem erheblich. Doch sie haben mit ihren unendlichen Steuer-Milliarden kulturferne, gewaltverherrlichende Massen-Migration ins sorglose deutsche Bürgergeld und anderen Vorzügen gesichert. Ansonsten ist Deutschland stolz auf eure Verachtung unserer Kultur. Wohlstand und Sicherheit für deutsche Steuerzahler, ist nicht alles.
Oder wie es Deutschlands Minus-Wirtschafts-Koryphäe Habeck sagen würde: „Wir sind nicht ausgeschieden. Die anderen spielen einfach nur weiter.“
Ja, Frankreich oder Norwegen würde ich auch den WM-Titel wünschen.