Sterne können doch immer wieder Freude bereiten. Auch die von Michelin, die uns den Weg zu neuen Ah- und Oh-Erlebnissen weisen. Ob Enigma de Barcelona. Tantris aus München oder Landhaus Scherrer in HH. Alles ausgezeichnete Adressen. Wie gesehen, so gegessen. Jene in den letzten Jahren am stärksten von mir frequentierte Städte samt ihrer kulinarischen Stätten dürfen hier bedenkenlos empfohlen werden.

Obwohl ich ja am liebsten immer noch selber koche. Da ist es doch um so verheißungsvoller, jetzt bereits zum vierten Mal mit meiner Liebsten in ein verträumtes italienisches Dörfchen zu reisen – um dort in der Cantina Nicola zu speisen.

 

Und uns den einen oder anderen himmlischen Tropfen des gleichnamigen Weinguts auf der Zunge zergehen zu lassen.

Vom Herzen Cocconatos, der Piazza Camillo Benso oder besser:

 

dem Epizentrum der Beschaulichkeit, geht unsere Fahrt über drei, vier Kilometer

 

wie von Leonardo da Vinci gemalter Landstraßen.

Bis wir in ein besonders romantisches Sträßchen einbogen… Dort, wo sich Füchse und Hasen „Buonanotte, amore!“ sagen. Es war schon dämmrig im Piemont – und so still, daß wir glaubten jedes einzelne Kieselsteinchen unter unseren Michelin-Pneus knistern zu hören. Die Geräusche könnten natürlich aber auch von der Nonne aus der italienischen Fernseh-Werbung nachklingen, in der besagte Nonne im Unterholz gerade eine Tüte Amica-Chips verputzt. (Siehe auch: Kommentare des Turin-Artikels!)

 

Turin. Aus der Champions-League des Genießens und Treibenlassens

 

Positive Customer Awareness vom Allerfeinsten würden hier Kommunikations-Profis konstatieren, wenn es eine Kampagne schafft, solche Bilder in den Köpfen der Endverbraucher auftauchen zu lassen. Aber lassen wir das. Wir sind im Augenblick ja privat unterwegs. Je mehr wir uns dabei unserem Ziel nähern, desto feierlicher wird uns zumute. Durch die offenen Autofenster weht uns schon der verführerische Duft erlesener Reben und eleganter Blumen entgegen.

Wir parken vor einem Landhaus eines traditionellen Familien-Weinguts. Hier, wo uns eine lukullische Begegnung der ganz besonderen Art erwarteten wird.

»Benvenuto!« lacht uns Riccardo, il Direttore del Ristorante beim Betreten der Cantina entgegen. Riccardo zupft nochmal seine Krawatte zurecht, erfüllt den Raum mit alles übergreifendem Strahlen und schenkt uns eine charmante Umarmung als wäre man schon Teil der Bella Famiglia.

Ja, ich bekenne mich aufrichtig, Herzlichkeit und Wonnegefühle sind grundsätzlich nichts Böses. Ganz im Gegenteil: Jeder Ausdruck von Freundlichkeit stellt ja meist schon mal die Basis für ein glückliches Miteinander dar. Ob geschäftlicher, politischer, freundschaftlicher oder amouröser Art – gesunde Zukunftsaussichten inklusive. Pure Egomanen, Sturköppe, Lustverweigerer*innen & Co. sind gemäß diversem Gender-Gagaismus natürlich auch gar wunderbar. Können aber gerne weg.

Ganz Kavalier der alten Schule führt uns Riccardo an unseren Tisch. Jenen deliziösen Quadratmeter des Hochgenusses, der uns für die nächsten Stunden eine kulinarische Expedition ins Wunderland der Tafelfreuden bescheren soll. Und das hat er. So sehr, dass ich des reinen Genusses willen, ganz bewusst keine Fotos mache. Das würde die feinen Servier-Zeremonielle samt lukullischer Glücks-Momente zu sehr stören.

Erfahrung zeigt sich da als vorteilhaft – daher verweise gerne auf bereits vorliegende Foto-Dokumentationen:

 

Cantina Nicola – Mission Maximale Sinnesfreuden

 

Man kann es sich bestimmt ausmalen, welch prächtige Gaumenfreuden uns die Cantina Nicola auch im Oktober 2024 beschert:

 

Wer hier isst, dem darf durchaus Geschmack und ein spezielles Stilbewusstseins attestiert werden.

Ja, in der Cantina Nicola weiß man um die Sinne des Lebens. Und das mit Kutur und Wertgefühl der Sonderklasse.

Im Sinne eines nachhaltigen Incentive Marketings – wäre es zum Beispiel für Kunden der Mercedes-Benz S-Klasse ein Ess-Erlebnis der ganz besonderen Art. Mit Sicherheit! Bei meinem nächsten Besuch im Heimatwerk Sindelfingen werde ich die Idee eines Essens in der Cantina Nicola gerne mal meinen Mercedes-Freunden vorschlagen.

 

Bei meiner Lizenz zur offiziellen Michelin-Sterne-Verleihung

ist es nur schade, dass sie trotz internationaler kulinarischer Expertise sich noch immer nicht aktenkundig manifestiert hat. Ich bin mir aber sicher, die zuständigen Behörden arbeiten mit Hochdruck daran. Der Cantina Nicola und ihrer Belegschaft würde ich gleich einen ganzen Sternenhimmel verleihen.

 

Erica, La mia persona, Alessia, Riccardo, (v.l.n.r.) grazie mille für eure Leidenschaft und Liebe zur Küche noch unentdeckter Sterne.

 

Fragen und Anregungen dürfen gerne in der Garderobe bzw. Kommentarliste abgegeben werden.

 

Im Auftrag des guten Geschmacks und im Namen ihrer Majestät Alessia da Cantina Nicola

 

Sam Lazay

 

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