Getreu der Devise: „Nix genaues weiß man nicht!“ und der Untransparenz verschlossener Kammern scheint dem Bund als Eigentümer des Kuhnsweg-Bunkers bereits im letzten Jahr ein Kaufangebot von der Stadt Hamburg gemacht worden zu sein. Wie der Presse zu entnehmen deutet es darauf hin, dass das Gebot wohl zu niedrig gewesen sein muss. Nach Gesprächen gestern mit bunkerkundigen Anwohnern wird gemutmaßt, dass die Befürchtungen der enormen Kollateralschäden eines Bunkerabrisses für die Spekulanten des freien Marktes wohl doch kapitaler sein könnten – als das reine Renditebegehr.

Immerhin wäre die gesamte Häuserzeile rechts des Kuhnsweges monatelangen Erschütterungen durch allerschwerstes Gerät ausgesetzt. Semper- und Peter Marquard-Straße eingeschlossen. Wir erinnern uns: der Bunker wurde nicht als Wattebäuschchen konzipiert und konstruiert – sondern um damals zigtonnenweisem Bombenhagel der Alliierten Luftstreitkräfte schadlos standzuhalten.

Erschwerend kommt dazu, dass der Moorboden auf dem das circa 150 Meter lange Karree steht, sich bei den Gewalten, die bei einem Abriss walten, ebenfalls als äußerst kontraproduktiv beweisen würde. Das Beste wäre wirklich, den Bunker einfach stehen zu lassen, um die bombensicheren Etagen, Wände, Decken zu nutzen und was sinnvolles Neues daraus zu machen!

Lieblingsidee von mir wäre ja immer noch das Parkhaus. Wüsste man die monetäre Hausnummer des Kuhnsweg-Bunker Angebotes, könnten Kaufinteressenten, die den Bunker nicht abreißen sondern anderweitig nutzen wollen, ein Gegenangebot abgeben.

Interessenten wären ja bereits vorhanden. Wie aus vertraulicher Quelle unter Vorbehalt erfahren, könnte das „Bundesvermögensamt Pinneberg“ hier Auskunft geben. Also, wer das eine oder andere Milliönchen renditeträchtig investieren möchte, einfach mal anrufen! – beim Amt. Viel Erfolg!

Sam Lazay

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Nachtrag: lebalcony.de weiß aus 27 bewegenden Jahren in der Kommunikationsbranche, wie schwer es ist, Interesse für unpopuläre Themen zu wecken. Daher sei den 665 aufgeschlossenen, teilnahmsvollen Winterhudern, die dazu meine bisherigen Artikel auf lebalcony.de bei je Ø 3:26 min Lesezeit aufgerufen haben, (Stand, 03.07.2019, Google Analytics) vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit gesagt:

Muchas gracias compañeros! Gemeinsam sind wir stärker.

01. Artikel, 16.05.2018:

Kuhnsweg. Auf diesen Bunker können wir bauen.

02. Artikel, 12.10.2018:

Kuhnsweg-Bunker – da geht was!

03. Artikel,17.10.2018:

Hart wie Kruppstahl, zäh wie Beton, flink wie ein Esel – unser Kuhnsweg-Bunker.

04. Artikel, 22.11.2018:

Geht doch! Gestern, Heute, Morgen: im Bunker vereint.

05. Artikel, 04.12.2018:

Besser Ploß als Minus.

06. Artikel, 11.12.2018:

Glauben und Wissen sind zwei paar Betonschuhe.

07. Artikel, 05.01.2019:

Kuhnswegbunker-News. Von unserer Berliner Luftbild-Korrespondentin Leni Riefenstahl.

08. Artikel, 08.01.2019:

Hamburg 1923. Kuhnsweg 9 beweist Mut zur Lücke.

09. Artikel, 14.01.2019:

Hamburg, Winterhude 1933. Dem Schicksal in die Karten geschaut.

 

10. Artikel, 15.01.2019:

Hamburg 1942. Richtfest Kuhnsweg 9. Die Frisur sitzt. Der Bunker steht.